
Wie alles begann
Realität und Fantasie gehören zusammen.
Hier beginnt die Geschichte von Niklas & Nikita – inspiriert vom echten Leben, erzählt mit Herz und Humor. 🐾
Manchmal führt das Leben Umwege, um uns genau dorthin zu bringen, wo wir hingehören.
So war es auch bei Nikita. Ursprünglich sollte es ein kleiner Hund werden – handlich, reisetauglich, etwas, das in mein damaliges Leben gepasst hätte. Doch dann stieß ich im Internet auf ein Tier, das mich trotz – oder gerade wegen – seiner Verletzlichkeit berührte.
Über die Tierschutzorganisation Hope4Friends erfuhr ich von einer Hündin, die schon lange auf ihre Chance wartete: geimpft, gechipt, mehrfach versprochen, aber nie abgeholt. Eine Wildgeburt ohne bekanntes Geburtsdatum, auf den 1. Juli 2015 festgelegt. Zwei Jahre später, am 17. Dezember 2017, kam sie schließlich am Münchner Flughafen an – und blieb.
Vertrauen und erste Schritte
Die ersten Wochen waren nicht leicht. Vertrauen musste wachsen, Schritt für Schritt.
Nikita war kaum an Menschen gewöhnt, vorsichtig, eigenständig – eine kleine Überlebenskünstlerin.
Aber Aufgeben war keine Option. Ein Hund ist schließlich kein Pullover, den man zurückschickt, wenn er nicht passt.
Geduld und Klarheit ersetzten Erwartungen. Nach einem halben Jahr durfte sie zum ersten Mal ohne Leine laufen – aus Vertrauen, nicht aus Gehorsam.
Bis heute trägt sie die Leine nur dann, wenn sie es möchte: Wenn Verkehr oder Menschenmengen sie verunsichern, sucht sie meinen Blick – und ich weiß, was sie braucht.
In der Natur dagegen ist sie frei, jagt über Wiesen, verschwindet im Gebüsch – voller Lebensfreude.
Ein neues Lebenstempo
Nikita hat mich verändert. Früher nannten mich Freunde scherzhaft einen „Hektomaten“. Heute bin ich ruhiger geworden.
Ich achte auf meine Stimmung, weil sie auf meine Unruhe reagiert – und das will ich ihr ersparen.
Wir leben in einem Vorort in Oberbayern, umgeben von Wäldern.
Wir brauchen keinen weiten Urlaub, um glücklich zu sein. Wenn wir unser Fahrrad schnappen, in dessen Hundebox Nikita stolz den Kopf in den Wind hält, ist das für uns Freiheit genug.

Vom Leben zur Geschichte
Der Comic Niklas & Nikita ist aus dieser echten Verbindung entstanden.
Niklas ist eine erfundene Figur – ein junger Mann, der dort weitermacht, wo meine eigene Geschichte nicht mehr wachsen kann.
Er erlebt, was ich in Gedanken weiterspinne: Freundschaften, Familie, Alltag, kleine Abenteuer.
Nikita dagegen ist echt – und sie bleibt das Bindeglied zwischen allen Menschen in ihrer Welt:
das Mädchen mit dem Hijab auf dem Skateboard, der elegante Fred im Rollstuhl, das Ehepaar mit Down-Syndrom, das Niklas liebevoll tadelt, wenn er ihr das falsche Futter gibt.
Die Serie erzählt keine Heldenmärchen, sondern Geschichten, in denen Mitgefühl selbstverständlich ist.
Sie zeigt eine idealisierte, aber nicht unrealistische Welt – freundlich, vielfältig, ohne erhobenen Zeigefinger.
An Halloween etwa begegnet die Familie einer alten Frau, die nichts hat, und erkennt, dass Geben schöner ist als Nehmen.

Realität und Fantasie
Auf dieser Seite sollen künftig reale Fotos und Comic-Versionen nebeneinanderstehen – um zu zeigen, wie eng Realität und Fantasie miteinander verwoben sind.
Diese kleinen Gegenüberstellungen erzählen mehr als tausend Worte:
Wir erfinden nichts – wir verlängern das Erlebte.
Nikita hat mein Leben vollständiger gemacht.
Ohne Nikita gäbe es diese Welt nicht.